TROTT

Einpersonen-Komödie

 

1 H – 1 Dek
Person:
Ein Autor namens Trott

 

 

Bühnenbild:

Ein Zimmer mit Dachschräge. Eine Tür, ein Fenster

 

Requisiten:

Ein Tisch. Eine Couch. Ein Sessel. Ein altes Telefon mit Wählscheibe. Eine Stereo-Anlage. Ein Kunstkopf mit Kopfhörer. Ein Computertisch mit Bürostuhl. Eine Schaufensterpuppe. Ein Blumenstrauß (Iris)

 

 

Inhalt

 

TROTT, zuweilen cholerisch, fühlt sich als Dichter. Doch fehlen ihm Inspiration und Geld. Abhilfe erwartet er vom Gewinn des Literatur-Wettbewerbs „Schreiben nach Goethe“.

 

Iris ist heimlich verreist. Sie kann diesen Goethe nicht ausstehen. Derweil sitzt TROTT ideenlos vor dem leeren Blatt. Er sucht die Inspiration zu erzwingen: Ein Kunstkopf wird zu Goethes Büste, eine Schaufenster-Puppe aus Iris’ Boutique zu Charlotte von Stein. Und er denkt, es mit Tinte und Gänsefeder dem Vielschreiber Goethe gleich zu tun. Vergebens.

 

TROTT, aus ärmlichen Verhältnissen, beneidet Goethe um dessen Wohlhabenheit, aber auch um Christiane Vulpius, die ihren Dichter, nachdem beide über achtzehn Jahre „ohne Zeremonie“ zusammen lebten, aus großer Gefahr rettete.

 

Aus Wut über sein Versagen wirft TROTT „seinen Goethe“ und „seine Charlotte von Stein“ aus dem Fenster. Er fühlt sich als Mörder und erwartet seine Verhaftung.

 

Verzweifelt hofft er, dass Iris ihn rettet wie damals die Vulpius ihren Goethe.

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© Herbert Asbeck