Über mich

Bei mir als 1936 Geborenem war die Neugier auf die Welt nach dem Krieg besonders groß. Ich machte sie sogar zu meinem Beruf. Nach Gymnasialzeit und Ausbildung in Düsseldorf entsandte mich meine Firma zu Arbeit und Weiterbildung nach Amsterdam mit der Aussicht auf weitere Stationen in den Hauptstädten der Nachbarländer. Als das nicht gleich klappte, kündigte ich und zog auf eigene Faust nach Barcelona. Um es kurz zu machen: Ich wurde schließlich Verkaufs-Chef eines Maschinenbau-Unternehmens. Ich reiste durch Europa und nach Übersee. Und zum Schluss machte ich mich mit einer eigenen Agentur im selben Metier selbstständig. Mit den Jahren habe ich viele Regalmeter Korrespondenzen geschrieben. Doch waren Wortlaut und Tenor meiner Geschäftsbriefe immer ähnlich: Sachlich und zumeist höflich. Ich fand, mit der Zeit ging dabei der Reichtum der Sprache verloren.

 

Ich begann, mich auf meinen Reisen an literarischen Texten zu versuchen. Bei aller Hektik gab es Wartezeiten in Raststätten und Flughäfen. Und auch an den Abenden in Hotels begannen Gedanken und Ideen zu sprudeln. Erste Gedichte entstanden, manche sicherlich holprig und gar nicht nach dem Geschmack der Zeit. Aber wer es wollte, fand auch in diesen ersten Versuchen manches Bedenkenswerte. Ideen zu Kurzgeschichten, Erzählungen und schließlich Romanen beflügelten meine Fantasie. Hinzu kam das Theater, das bei mir auch heute noch einen besonderen Raum einnimmt.

 

Ich begann wieder zu reisen. Jetzt zur Recherche. Griechenland, Spanien, Italien und Frankreich wurden bevorzugte Ziele. Zusammen mit meiner Frau, die mich fortan begleitete, lernte ich Leben und Denkweisen dort, wo meine Geschichten angesiedelt sind, aus eigener Anschauung kennen. Ich hoffe, diese Erlebnisse geben meinen Büchern die nötige Unmittelbarkeit, um Spannung zu erzeugen und auch die Hinwendung zu anderen Menschen und Kulturen erkennen zu lassen.

 

Ihr Herbert Asbeck 

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© Herbert Asbeck